Liebe Ellerbekerinnen und Ellerbeker,

am 6. Mai finden wieder Kommunalwahlen statt, auch in Ellerbek. Für Sie ist es sicherlich von großer Bedeutung, welche Vorhaben in den letzten 5 Jahren umgesetzt wurden und welche Pläne die Parteien für die nächste Zeit entworfen haben.

Die Ellerbeker FDP bestimmt schon 56 Jahre die Kommunalpolitik in unserer Gemeinde entscheidend mit, 31 Jahre davon stellte sie den Bürgermeister. Amtierender Bürgermeister ist Günther Hildebrand, schon insgesamt 19 Jahre. Das Ziel der FDP war, ist und bleibt es, für Ellerbek immer das Beste zu erreichen. Es ist für uns eine besondere Verpflichtung:

- Der Wohnwert unserer Gemeinde im Grünen muss erhalten und ausgebaut werden.

- Die Angebote wie Krippe, Kindergarten, Grund- und Gemeinschaftsschule, Arbeitsplätze, Sicherheit, Sport, Freizeit oder Kultur sind für alle Ellerbekerinnen und Ellerbeker, ob jung oder alt, berufstätig oder nicht berufstätig, den sich verändernden Bedingungen im Umfeld und Lebensumständen anzupassen.

- Die Finanzen der Gemeinde müssen in Ordnung bleiben, damit wir weiterhin „Herr im eigenen Hause“ sind und nicht durch die Kommunalaufsicht aus Elmshorn fremdbestimmt werden.

Das Einhalten und die beharrliche Verfolgung dieser Grundsätze hat sich für Ellerbek gelohnt und zu dem gemacht, was es heute ist: Eine Gemeinde, in der es sich äußerst angenehm wohnen lässt! Das wurde auch bei den Veranstaltungen unter dem Motto „Ellerbek öffnet sich“ zum 550-jährigen Jubiläum Ellerbeks deutlich. Die ganze Gemeinde war auf den Beinen, hat gemeinsam gefeiert und sich dabei noch besser kennengelernt.

Wir wollen Ellerbeks hohen Wohn- und Freizeitwert erhalten und werden darauf achten, dass ein ausgewogenes Verhältnis zwischen bebauten und unbebauten Flächen bestehen bleibt. So hat es in den letzten Jahren die zwei kleinen neuen Baugebiete „Hasenheide“ und „An der Feuerwache“ gegeben, die unsere Einwohnerzahl bei rund 4.200 stabil halten. Nur wenn die Gemeindestruktur beibehalten bleibt, wird sich der hohe Wohnwert weiter steigern.

Kinder sind uns wichtig

Eine fachlich gute Kinderbetreuung ist ein immer wichtigeres Anliegen. Für die Gemeinde hat das zur Folge, mit steigender Nachfrage nach Betreuungsplätzen auch entsprechenden Platz zur Verfügung zu stellen. So werden in diesem Sommer ein weiterer Gruppenraum für eine Krippe (bis 3 Jahre) und einer für den Elementarbereich (3 – 6 Jahre) an die bestehende Kita angebaut. Schwierigkeiten bei der Genehmigung konnte der Bürgermeister durch intensive Gespräche mit dem Landrat und dem Sozialministerium beseitigen, so dass uns ca. € 550.000 Zuschüsse erhalten bleiben und mit dem Bau begonnen werden konnte. Zur Qualitätssteigerung und zur Überbrückung von Ausfallzeiten finanziert die Gemeinde über den gesetzlich vorgeschriebenen Standard hinaus eine weitere Erzieherin und gibt den „Musikantis“ einen Zuschuss für das gemeinsame Musizieren von Kita-Kindern und Großeltern.

Eine bahnbrechende Neuerung hat es mit der Einführung des digitalen Unterrichts in der Hermann-Löns-Schule gegeben, die damit den Namen „Modellschule Lernen mit digitalen Medien“ vom Bildungsministerium erworben hat. Damit ist die „Kreidezeit“ in Ellerbek Vergangenheit. Das erfordert auch eine völlig neue Didaktik des Lernens und Lehrens. Seit 2013 ist unsere Grundschule als Zukunftsschule Stufe 3 zertifiziert „Heute etwas für morgen bewegen!“ 

Eine von der Gemeinde mitfinanzierte Schulsozialpädagogin und eine „Schulassistenzstelle“ unterstützen die Schulleitung und das Kollegium dabei, dass der Unterricht möglichst ruhig und konzentriert durchgeführt werden kann. Eine Musikpädagogin und ein Dipl. Sportlehrer erteilen zusätzlichen Musik- bzw. Sportunterricht, beide von der Gemeinde finanziert. Jährlich wird von den „Musikies“, die aus Kindern unserer Grundschule bestehen, eigene Musicals vor begeisterten Zuschauern aufgeführt.

Mit einer ständig wachsenden Nachfrage wird der vom Schulverein Ellerbek e.V. betriebene Hort vor Herausforderungen gestellt. 120 von 150 Schulkindern der H-L-S werden im Schulgebäude im Rahmen einer Offenen GanzTagsSchule (OGTS) von 7.30.Uhr bis Schulbeginn und nach Schulende bis 15.00 bzw. 16.00 Uhr von qualifizierten Kräften betreut, mit einem warmen Mittagessen versorgt und bei den Schulaufgaben begleitet. Da Küche und Mensa kapazitätsmäßig an ihre Grenzen stoßen, werden in diesem Jahr eine neue Küche und eine Mensa im Bereich bei der Schwimmhalle gebaut. Der laufende Betrieb wird je nach Kinderzahl seitens der Gemeinde erheblich finanziell unterstützt.

Die Gemeinschaftsschule Rugenbergen wurde auf neue Beine gestellt. Durch die Ausamtung Bönningstedts und Haslohs aus dem Amt Pinnau und durch ständig sinkende Schülerzahlen aus Ellerbek stellte sich die Frage, ob, wie und durch wen die Schule weiter betrieben werden sollte. Mit dem Einsatz des Bildungsministeriums, des Landrates und der Schulrätin konnte eine Lösung für die Schulträgerschaft erarbeitet und umgesetzt werden. Die drei Gemeinden bilden nun einen Schulzweckverband und wie von Ellerbek gefordert, wird die Verwaltung vom Amt Pinnau wahrgenommen und die Finanzierung der Schule im Verhältnis der Schülerzahlen aus den Gemeinden berechnet. Damit ist die Zukunft der Schule gesichert.

Bönningstedt, Hasloh und Ellerbek waren gemeinsam Träger der Volkshochschule Rugenbergen, bis Bönningstedt und Hasloh die Schließung bewirkten. Die Gemeinde Ellerbek hat danach mit der VHS Pinneberg gemeinsam eine Nebenstelle in Ellerbek geschaffen, die sich größter Beliebtheit erfreut und in Räumen der Gemeinde die Kurse abhält. Wir haben ein besonderes Interesse am Erhalt dieser Weiterbildungsmöglichkeit.

Mehr als ein Viertel unserer Bevölkerung ist über 65 Jahre alt. Die Gemeinde soll unserer Meinung nach auch weiterhin die mit hohem ehrenamtlichen Engagement wahrgenommene Seniorenbetreuung (Begegnungsstätte am Rehwinkel, Weihnachtsfeier, Ausfahrten, geselligen Nachmittage usw.) unterstützen und im Hinblick auf die Wünsche der neuen mobilen und vielseitig interessierten „jungen“ Alten anpassen.

Derzeit ist ein Ausschuss damit befasst, ein geeignetes Grundstück und einen Investor zu suchen, um seniorengerechte Wohnungen zu planen und zu bauen. So hätten ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger die Möglichkeit, ihre inzwischen zu großen Häuser und Grundstücke gegen Wohnungen, die ihren Interessen gerecht werden, auszutauschen.

Die Gemeindebücherei ist so ausgestattet, dass sie den Anforderungen des Kindergartens , der Schule und auch der Erwachsenen gerecht wird. Durch die Verlegung der Mensa in den bisherigen Raum der Bücherei wird es erforderlich, dass die Bücherei umzieht und sich danach im Raum des früheren Clubraumes befindet.

Der Heimatverein, das Deutsche Rote Kreuz und der Haus- und Grundstückseigentümerverein sind ein fester Bestandteil des Ellerbeker Dorflebens, organisieren verschiedenste Veranstaltungen, Vorträge, gesellige Treffen und den Blutspendedienst.

Der gemeinnützige Verein „Ellerbeker Eltern für Kinder und Jugend e.V.“ organisiert im Jahr unter anderem zwei Kinderkleidermärkte in der Harbig-Halle und unterstützen damit Kinder- und Jugendprojekte in Ellerbek.

Der TSV Ellerbek erfüllt über das vielfältige sportliche Angebot hinaus eine für die Gemeinde äußerst wichtige soziale Aufgabe. Probleme mit Jugendlichen sind dank dieser Arbeit kaum vorhanden. Auch deshalb sind die hohen Zuschüsse an den TSV gerechtfertigt.

Mit der Verlegung eines neuen Hallenbodens durch die Gemeinde ist für den TSV ein geordneter Spielbetrieb gewährleistet.

Der Tennisclub Ellerbek ist ähnlich wie der TSV in der Jugendarbeit stark engagiert und erhält für diese Arbeit ebenfalls eine finanzielle Unterstützung. In diesem Jahr wird ein Teil der Tennisplätze saniert. Die Gemeinde gewährt dem TC dafür einen Zuschuss.

Die ehrenamtliche Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr kann nicht hoch genug bewertet werden. Die Feuerwehrleute setzen im Einsatz ihre Gesundheit aufs Spiel, um Leben und Eigentum der Bürgerinnen und Bürger zu schützen und zu retten. Um die Einsatzbereitschaft zu sichern, ist eine neue Fahrzeughalle errichtet worden, die, genau wie die technische und persönliche Ausstattung, neuesten Sicherheitsvorschriften und den Bedürfnissen der Wehr gerecht wird. Als nächste Investition ist ein neues Löschfahrzeug als Ersatz für ein inzwischen über 30 Jahre altes LF 8 zu beschaffen. Die Jugendfeuerwehr leistet einen Beitrag zur aktiven Jugendarbeit und sorgt gleichzeitig für den erforderlichen Nachwuchs der Erwachsenenwehr.

Mit der Aufnahme von Flüchtlingen seit Beginn des Jahres 2016 haben sich mehr als vierzig Ellerbekerinnen und Ellerbeker ehrenamtlich in der Flüchtlingsinitiative „Ellerbek Hilft“ zusammen geschlossen, um unsere neuen Mitbewohner tatkräftig zu unterstützen, wie zum Beispiel in Deutschkursen, Verwaltungsangelegenheiten und mit Sachmitteln.

Die Umwelt und das Leben im Grünen haben für uns einen hohen Wert. Für Grünflächen und Biotope wurden umfassende Mittel bereitgestellt und kreative Lösungen gefunden. So wurde u. a. am Almsweg eine ca. 5 Hektar große Fläche mit heimischen Gehölzen aufgeforstet, gesponsert durch eine Druckerei, die sich damit CO² – Zertifikate gesichert hat.

Der Zustand der Rad- und Fußwege muss sich allerdings weiter verbessern. Wir wollen einen Sanierungsplan aufstellen, der die Prioritäten festlegt, in welcher Reihenfolge die Wege saniert werden. Auch für neue Konzepte der Wegegestaltung sind wird offen und werden uns mit den Möglichkeiten beschäftigen. Die Sanierung der Straßen und Wege liegt in der Zuständigkeit des Wegeunterhaltungsverbandes, dem alle Landgemeinden des Kreises angehören.

Das Fuß- und Radwegenetz ist weiter zu vervollständigen, wie z. B. am Ihlweg/ Rugenbergener Mühlenweg zur Hermann-Löns-Schule, am Almsweg von der Posener Straße Richtung Gemeinschaftsschule Rugenbergen, oder auch entlang der Wilhornstwiete / des Goosmoorweges ebenfalls zur Gemeinschaftsschule. Sobald es die Gemeindefinanzen zulassen, soll mit der Herstellung begonnen werden.

Der Bauhof der Gemeinde hat eine Odyssee hinter sich. Über verschiedene Stationen wird er jetzt noch vor den Sommerferien an den Burstah verlegt. Eine ehemalige Pflanzenhalle mit Büroräumen und Sanitärräumen wird dort von der Gemeinde dauerhaft angemietet. Zur Vervollständigung des Fuhrparks wurde als Ersatz für einen über 30 Jahre alten Unimog ein Fendt-Trecker angeschaft.

Die Gemeinde Ellerbek hat mit Beginn des Jahres die Entsorgung des Schmutz- und Regenwassers an die Hamburger Stadtentwässerung (Hamburg Wasser) abgetreten. Damit steht jetzt ein kompetenter Partner für die Unterhaltung und die erforderliche Sanierung der Kanalleitungen an unserer Seite. Der Bau des erforderlichen Regenrückhaltebeckens an der Ecke Moorkampsweg/ Rugenbergener Mühlenweg wird jetzt auch von Hamburg Wasser durchgeführt.

Voraussetzung für die vorgenannten Ziele ist jedoch die Finanzierbarkeit. Gesunde Finanzen haben für uns absolute Priorität. Die Haupteinnahmen erzielt die Gemeinde durch Anteile an der Einkommensteuer und durch die Gewerbesteuer. Über die zukünftige Entwicklung der Gemeindefinanzen kann noch keine verlässliche Prognose abgegeben werden. Die in Kiel regierende  Jamaika-Koalition aus CDU, Grünen und FDP hat ein umfangreiches Programm zu Gunsten der Gemeinden und Städte beschlossen, zur Zeit lässt sich noch nicht feststellen, wie sich das für die Gemeinde Ellerbek auswirkt. Die Gemeinde Ellerbek ist auch jetzt bereits schon in der glücklichen Lage, finanziell handlungsfähig zu sein. Die Finanzen sind geordnet, obwohl die Gemeinde wesentlich niedrigere Hebe-(Steuer-) sätze als andere Gemeinden oder Städte hat. Eine Kreditaufnahme würde dazu führen, dass die Kommunalaufsicht des Kreises Pinneberg den Haushalt der Gemeinde genehmigen müsste und verlangen könnte, gesetzlich nicht vorgeschriebene Ausgaben zu kürzen oder zu streichen und die Steuersätze zu erhöhen. Trotzdem können wir nicht für alle Zeiten ausschließen, die Steuern in besonderen Situationen zu erhöhen oder Einsparungen vorzunehmen.

Wir, die Kandidaten der FDP, wollen das bisher erreichte Gute bewahren, wollen uns aber auch kommenden Herausforderungen stellen, das Neue gestalten und die vorhandenen Chancen nutzen. Unser fachlich kompetentes Team engagierter Persönlichkeiten – bestehend aus erfahrenen Vertreterinnen und Vertretern wie auch aus neuen Gesichtern – stellt sich Ihnen zur Wahl.